Winterzeit...

 … ist eine Zeit, über die sich die

Oma gar nicht freut!

In unserer Generationen-WG bin ich der Morgenmensch. Nein! Ich

leide nicht an seniler Bettflucht! Ich war immer schon eine Frühaufsteherin.

Also, ehrlich gesagt, inzwischen eine Frühmunterwerderin. Um den Tag in Ruhe

und Entspannung beginnen zu können, weckt mein Wecker mich extra eine Stunde früher. Dann ab in die Küche. Nachttopfgroßes Kaffeehäferl mit heißem und süßem Milchkaffee füllen und zurück ins warme Bett. Dort genieße ich noch ein paar Seiten meines aktuellen Lieblingsbuches.

Wenn das Häferl bis auf den letzten Tropfen geleert ist, erwacht der Rest der Wohngemeinschaft. Enkeltochterkind hält sich noch nicht an fixe Weckzeiten.

Meistens müssen wir sie aus dem Bett kitzeln. Zurzeit können wir uns das

sparen. Die Türchen an den diversen Adventkalendern nehmen uns das kindliche

Aufwecken ab. Leider steigert der Inhalt der geöffneten Türen das ohnehin schon

hohe Redebedürfnis von Enkeltochterkind noch um einiges.

Tochterkind ist morgens eher unansprechbar. Daher übernimmt Oma die Bekleidung vom Zwerg. Und das ist mit

ein Grund, warum ich mich sogar nicht über den Winter freue. Nachdem ich das

Kind in mindestens drei Schichten G´wand gestopft habe, geht es weiter mit der

Überbekleidung. Dicke Jacke, Schal, Haube, Winterstiefel. Eigentlich brauche

ich mich vor den weihnachtlichen Kekskalorien nicht fürchten, mit dem

morgendlichen Anziehmarathon werden die alle schnurstracks verbrannt.
Tja… und dann, wenn ich mich auch in meine Winterklamotten gezwängt habe, kommt er. Der eine Satz. Den jede Oma mit doppelter Hitze (einmal durch die atmungsunaktive Winterjacke und einmal durch… könnt ihr Euch jetzt denken) nicht so gerne hört. „Oma, ich muss auf´s Klo! Ganz dringend!“